FI-Schalter fliegt ständig raus – die 7 häufigsten Ursachen
Wenn der FI-Schutzschalter regelmäßig auslöst, hat das einen Grund. Wir erklären die häufigsten Ursachen, was Sie selbst tun können und wann Sie wirklich einen Elektriker brauchen.
Sie hören das typische Knacken aus dem Verteilerkasten, Licht und Steckdosen sind weg, und Sie müssen den FI wieder hochdrücken. Wenn das nur einmal alle paar Jahre passiert: kein Drama. Wenn das aber wöchentlich oder noch öfter passiert, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen.
Was ist ein FI-Schalter eigentlich?
Der FI-Schutzschalter (auch RCD oder Fehlerstrom-Schutzschalter) misst, ob der Strom, der in einen Stromkreis fließt, auch wieder zurückkommt. Wenn nicht – also wenn Strom „verloren geht", z. B. durch einen Menschen, der einen Defekt berührt – schaltet er innerhalb von Millisekunden ab. Er rettet Leben. Seit 1980 ist er in Österreich Pflicht, seit 2008 verstärkt für alle Steckdosenstromkreise.
Die 7 häufigsten Ursachen
1. Defektes Gerät (häufigste Ursache)
Waschmaschine, Geschirrspüler, Wasserkocher, alte Stehlampen – wenn die Isolation eines Geräts schadhaft wird, fließt Strom über das Gehäuse zur Erde. So testen Sie: FI wieder einschalten, dann Geräte einzeln einstecken. Welches Gerät den FI auslöst – das ist der Schuldige.
2. Feuchtigkeit in Steckdosen (Bad, Küche, Außen)
Besonders nach längerer Abwesenheit oder bei Renovierungsarbeiten kann Feuchtigkeit in Steckdosen kondensieren. Auch undichte Außensteckdosen sind ein Klassiker. Föhn auf kalter Stufe oder Trocknungsgerät kann helfen.
3. Beschädigte Kabel
Eine angebohrte Wand, eine Maus im Keller, ein versehentlich eingeklemmtes Kabel hinter dem Möbel – Beschädigungen können Isolationsfehler verursachen. Hier reicht Selbsthilfe meist nicht.
4. Falscher FI-Typ bei modernen Geräten
Inverter-Wärmepumpen, PV-Wechselrichter, manche Wallboxen und viele Industriegeräte erzeugen DC-Fehlerströme. Ein normaler FI Typ A reicht hier nicht – es braucht einen FI Typ B (allstromsensitiv). Das wird oft übersehen, besonders bei nachgerüsteten Anlagen.
5. Alter / Verschleiß des FI selbst
FI-Schalter halten nicht ewig. Nach 15–20 Jahren werden die Federn mürbe, die Kontakte oxidieren. Wenn der FI auch ohne angeschlossene Geräte ständig auslöst: Tausch nötig.
6. Sammel-Fehlerströme (Summationseffekt)
Selbst einwandfreie Elektronik (PCs, Netzteile, Fernseher, LED-Treiber) hat winzige Ableitströme – meist im Milliampere-Bereich. Wenn zu viele Geräte an einem FI hängen, kann die Summe den Auslösewert übersteigen, ohne dass ein echter Defekt vorliegt. Lösung: Stromkreise aufteilen.
7. Echter Isolationsfehler in der Anlage
Im schlimmsten Fall ist die Hausinstallation selbst defekt – z. B. ein gebrochenes Kabel hinter Putz, ein nasses Verteilerkasten, oder Mäuseschäden. Hier braucht es Messtechnik, die kein Laie hat.
- FI wieder einschalten. Wenn er sofort wieder fällt → alle Sicherungen runter, FI rauf, dann LS einzeln rauf.
- Wenn der FI bei einem bestimmten Stromkreis fällt → alle Geräte aus diesem Kreis abstecken, einzeln wieder anstecken.
- Wenn FI ohne Verbraucher fällt → ENTWEDER FI defekt ODER fester Fehler in der Installation. Elektriker rufen.
Wann müssen Sie den Elektriker rufen?
- FI fällt mehrmals pro Woche
- FI fällt ohne ersichtlichen Grund (nichts angesteckt)
- Es riecht verschmort oder Sie sehen Brandspuren
- Bei Berührung von Geräten spüren Sie ein „Kribbeln"
- Die Hausinstallation ist über 30 Jahre alt
Im SERAS Elektro-Notdienst Wien rücken wir 24/7 aus. Bei Tagesterminen für Diagnose und Reparatur: meist innerhalb von 1–2 Tagen.
Vorbeugen ist besser
Wenn Ihre Hausinstallation älter als 30 Jahre ist oder Sie auffällig viele FI-Auslösungen haben, sollten Sie einen E-Befund durchführen lassen. Bei alten Anlagen empfiehlt sich oft eine Elektrosanierung – modern verteilt mit mehreren FIs, Typ B wo nötig, und ohne Sammel-Fehlerstrom-Probleme.
FI fällt ständig?
SERAS Elektro findet die Ursache. Notfall-Diagnose oder Termin am selben Tag.